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  • TEILCHEN LADUNG – BÄCKEREI ZIPPER UND GATENBRÖCKER LIEFERT WAREN MIT NEUN eCANTERN AUS

In Gelsenkirchen und Umgebung rollen die frischen Backwaren der Bäckerei Zipper und Gatenbröcker lokal emissionsfrei und leise durch die Nacht – mit neun batterieelektrischen FUSO eCantern aus zwei Generationen.

Rund 50.000 Brötchen pro Tag produziert die Bäckerei Zipper und Gatenbröcker für ihre 59 Filialen in Gelsenkirchen und zwölf weiteren Städten des Ruhrgebiets. Von Montag bis Donnerstag. Über das Wochenende sind es sogar insgesamt über 200.000 Stück. Plus etwa 3.000 Brote täglich. Von Aberhunderten Stücken weiterer Artikel wie Gebäck, Kuchen, Teilchen und Snacks ganz abgesehen.

Beeindruckende Zahlen. Dennoch, so betont Geschäftsführer Christian Zipper:
„Wir, also die Bäckerei Zipper und die Stadtbäckerei Gatenbröcker, sind ein handwerklicher Betrieb mit einem ebensolchen Qualitätsanspruch. Das ist auch unseren Kunden wichtig.“ Wer die zentrale Produktion am Standort Weststraße in Gelsenkirchen besucht, den empfängt nicht nur ein unglaublich leckerer Duft, sondern der kann sehen: Hier legen Menschen Hand an. Selbstverständlich mit maschineller Unterstützung, aber immer mit Herz und ganz wichtig, viel Liebe zum Detail. Produziert wird mit knapp 100 Mitarbeitenden in zwei Schichten an sieben Tagen in der Woche und 360 Tagen im Jahr. Die Zipper- und Gatenbröcker-Filialen haben täglich, auch sonntags, geöffnet. Dafür sorgen die anderen 500 Mitarbeitenden im Verkauf.

Die Touren sind genau getaktet und die FUSO eCanter müssen „liefern“

Dass die Logistik dahinter reibungslos laufen muss, ist klar. Spätestens, wenn sich etwa ab Mitternacht Hunderte Rollwagen mit zig Gitterboxen darauf in der Halle für die Kommission drängeln und die Packerinnen und Packer die von den Filialen angeforderten Waren zusammenstellen. Doch zuerst gehen ab ein Uhr in der Nacht die Rollwagen in den elf großen Kühlkammern raus. Auf ihnen befinden sich die Teiglinge des Brötchensortiments, die eine temperaturgeführte Stückgare durchlaufen und perfekt gereift zum frischen Aufbacken in den Filialen ankommen. An der Rampe stehen dafür schon die insgesamt neun FUSO eCanter 7C18e der Flotte bereit. „Der ganze Fuhrpark war ziemlich in die Jahre gekommen und ich dachte mir, wenn ich den komplett tausche, warum dann nicht gleich auf Elektro-Lkw wechseln“, erzählt Christian Zipper.

Sein Unternehmen gründete er 1995 als junger Bäckermeister und führte es bis vor ein paar Jahren mit zwölf Filialen. Doch der plötzliche Tod des Inhabers der Stadtbäckerei Gatenbröcker schuf eine neue Ausgangssituation. „Ich entschied mich zu einer Kooperation, da ich ein gesundes Wachstum als den richtigen Weg in die Zukunft betrachtete“, erinnert sich der 56-Jährige, „doch daraus wurde am Ende eine Fusion und jetzt führen meine Mannschaft und ich beide Marken weiter.“ Die Betriebe in ihren Abläufen effizient zusammenzuführen und die übernommene Infrastruktur zukunftstauglich zu modernisieren, ist seine Herausforderung der letzten zweieinhalb Jahre.

Ich entschied mich zu einer Kooperation, da ich ein gesundes Wachstum als den richtigen Weg in die Zukunft betrachtete, doch daraus wurde am Ende eine Fusion und jetzt führen meine Mannschaft und ich beide Marken weiter.
Christian Zipper, Geschäftsführer Bäckerei Zipper und Gatenbröcker

Die FUSO eCanter beider Generationen passen perfekt zu den Anforderungen

„Der Großteil unserer Geschäfte befindet sich unmittelbar in Wohngebieten. Deshalb suchte ich nach möglichst leisen und kompakten Fahrzeugen“, beschreibt Christian Zipper seine Anforderungen und gesteht: „Die Marke FUSO war mir bis dahin völlig unbekannt.“ Recherche im Internet änderte das und so fand sich der Unternehmer vor anderthalb Jahren bei der Daimler Truck Niederlassung in Dortmund wieder. „Dort bekam ich ein äußerst attraktives Angebot für sofort verfügbare 7,5-Tonner eCanter. Allerdings noch die der ersten Generation mit nur 100 Kilometern Reichweite.“ Ein einzelnes Testfahrzeug sollte zeigen, ob der Deal ein guter ist.

„Da sich unsere täglichen Touren hauptsächlich im Umkreis von etwa zwanzig Kilometern rund um die Produktion abspielen, klappte das mit dem eCanter auf Anhieb“, beschreibt Fuhrparkleiter Enrico Junghanns die Erfahrungen. „Wir mussten nichts anpassen, außer dass wir die Flotte am Morgen nach Ende der Auslieferung jetzt eben an die AC-Steckdosen hängen, wo sie bis zur nächsten Nacht aufladen.“ Die größte Umstellung bedeuteten die eCanter, die Stück für Stück die Diesel ersetzen, für die Fahrerinnen und Fahrer. Doch Skepsis und hier und da auch Ablehnung wandelten sich ruckzuck in Wohlwollen.

Warum das so ist, weiß Fahrer Max Wilde ganz genau. „Das macht schon Spaß mit dem. Fährt sich wie ein Gokart und geht flott weg“, meint der 32-Jährige grinsend, während er die zwölf Wagen für seine erste Runde in den Koffer rollt. Enrico Junghanns, der neben der Fuhrparkleitung auch selbst fährt, ergänzt: „Der eCanter liegt etwas strammer auf der Straße, das muss man bei seiner Fahrweise natürlich berücksichtigen, wegen der empfindlichen Ware. Aber ansonsten hat er uns wirklich nachhaltig überzeugt.“ Tatsächlich sind neben den sieben ersten kleineren Fahrzeugen bereits zwei weitere neue Next Generation eCanter Teil der Flotte. Mit dem Batteriepaket der Größe L mit drei Akkus und damit 200 Kilometern Reichweite sowie größeren Koffern mit Stellplätzen für 17 Rollwagen sind sie für weitere Routen bestimmt, die sich zwischenzeitlich ergeben haben.

Mehr Investitionen in Nachhaltigkeit sind schon beschlossen

Als nächstes plant Christian Zipper im kommenden Jahr die Installation einer großen PV-Anlage auf dem Dach der Produktionsgebäude, denn auf lange Sicht möchte er die eCanter mit eigenem grünem Strom betreiben. „Als ein energieintensiver Betrieb mit unseren Öfen haben wir zwar einen guten Stromtarif, der uns auch beim Laden der E-Lkw zugutekommt, aber richtig nachhaltig ist es so natürlich noch nicht“, erklärt er. Die aktuellen Entwicklungen der Dieselpreise verfolgt er bei seinen Kalkulationen genau. „Ich denke, diesbezüglich haben wir mit dem Umstieg alles richtig gemacht.“

Während Max Wilde und seine Kolleginnen und Kollegen die ersten Auslieferungen machen, geht es in der Produktion noch wortwörtlich heiß her. Die Öfen sind voll mit Leckereien wie etwa dem „Glück auf“-Brot, ein kräftiges Dunkles, verziert mit Schlägel und Eisen, den Werkzeugen der Bergleute. Natürlich ist man bei Zipper und Gatenbröcker nicht nur der Tradition des Ruhrpotts verbunden, sondern auch FC Schalke 04-Fan. Wie das große Banner und die blaue Wimpelgirlande verraten, die die Produktion schmücken. An einer der Arbeitsstationen laufen derweil Nussbärentatzen durch den Zuckerguss, um danach noch händisch ein halbseitiges Tauchbad in flüssiger Schokolade und Dekoration aus gehackten, gerösteten Haselnüssen verpasst zu bekommen. An einem anderen Tisch liegen Dutzende halbierte Streuseltaler bereit für den Konditor, der mit dem Spritzbeutel Stück für Stück gefüllte Streuselcremetaler daraus macht. Insgesamt sind es etwa 450 verschiedene Produkte, die die Mitarbeitenden der Früh- und Spätschicht jeden Tag aufs Neue herstellen.

Produktionsleiter Michael Lobe hat ein paar Kennzahlen parat: „Wir verarbeiten fast 2.000 Tonnen Weizenmehl pro Jahr, eine Tonne frische Backhefe in der Woche, fünf Tonnen Zucker sowie zehn Tonnen Molkereiprodukte wie Eier, Quark, Sahne und Käse pro Monat. Um nur einige der vielen Rohstoffe zu nennen.“ Der gelernte Bäckermeister ist schon seit 31 Jahren ursprünglich in der Stadtbäckerei Gatenbröcker beschäftigt. Während er durch die Produktion führt und die Abläufe erklärt, erkennt man schnell, dass er zu einhundert Prozent hinter der Zusammenführung der Betriebe sowie dem Führungsstil und dem Nachhaltigkeitsbestreben des neuen Chefs steht. Der Umstieg auf Elektromobilität ist dabei nur einer von vielen Aspekten.