Entspanntes One-Pedal-Driving, gute Zuladung und das einfache Stromtanken gefallen
Seine ersten Eindrücke schildert der neuste „Testfahrer“ auf der Fahrt auch gleich direkt: „Ich habe festgestellt, dass die Rekuperationsstufen wirklich gut funktionieren. Ich benutze das Bremspedal nur noch, um zum endgültigen Stillstand zu kommen.“ Dieses vorausschauende und energiesparende, sogenannte One-Pedal-Driving läuft nur über das Senken und Heben des Fahrpedals. Die Verzögerung erfolgt über die wählbaren Rekuperationsstufen in vier unterschiedlichen Stärken. Mit der Rekuperation nutzt der eCanter die Rückgewinnung der Bremsenergie, um die Reichweite zu verlängern. Für Sami Määttäs Touren, die im Umkreis von 50 bis 70 Kilometer stattfinden, ein wichtiges Plus.
Zufrieden ist er in seiner Funktion als Terminalleiter auch mit der Nutzlast des 7,49-Tonners. Die liegt trotz der Batterien bei 3.200 kg. Mit einem Radstand von 3.400 mm kann der eCanter in dieser Konfiguration außerdem bis zu 15 Palettenstellplätze bieten. „In den passt gut was rein. Damit können wir die anderen beiden Lkw wirklich unterstützen“, erklärt Sami Määttä. Einziges Manko: Die Heizung an der Stirnwand des Kofferaufbaus läuft aktuell noch über einen zusätzlichen kleinen Biodiesel-Tank. Diese lokale Spezialanforderung ist den eisigen Temperaturen geschuldet und nötig, um sensible medizinische Produkte zu transportieren, die nicht einfrieren dürfen. Das ließ sich leider noch nicht elektrisch lösen, da es zu viel Energie aus den Fahrbatterien ziehen würde.
„Für meinen Komfort in der Kabine ist aber gesorgt, ich habe es immer angenehm warm“, lacht Sami Määttä. Dafür und für mehr Reichweite ist das sogenannte optionale Performance Paket zuständig. Es besteht aus Sitzheizung, Lenkradheizung und beheizter Windschutzscheibe. So kann die normale Kabinenheizung je nach Witterung komplett ausgestellt bleiben oder, wie in diesem Fall nur mit sparsamen 18 Grad laufen. „Das ist sehr viel weniger, als wir in unseren Diesel-Lkw eingestellt haben müssen, damit es warm wird“, bestätigt der Finne. „Was mir außerdem sehr gut gefällt, ist, dass das Laden so einfach geht, es direkt in unserer Halle stattfindet und ich währenddessen andere Sachen machen kann. Das ist doch um einiges komfortabler als an der Tankstelle draußen in der Kälte rumzustehen.“